Protestaktion Wiener Flughafen

veröffentlicht am 15. Dezember 2019

Heute, 14.12.2019, haben wir am Flughafen Wien vor dem Check-In-Schalter von Turkish Airlines gegen den Krieg in Kurdistan und Syrien protestiert.
Wir, das sind verschiedene Aktivist*innen aus der kurdischen Freiheitsbewegung, aus
feministischen, ökologischen und antifaschistischen Gruppen und aus der
Friedensbewegung.

Wir haben uns zusammengetan, weil wir den Krieg, den Erdoğan mit Unterstützung auch von Nato-Staaten in Kurdistan und Syrien führt, nicht länger ertragen. Und weil wir wissen, dass sich weder der türkische Staat noch seine Unterstützer durch Appelle an die Menschlichkeit von ihrerm Kriegskurs abbringen lassen. Jetzt sind Aktionen gefordert.

Unsere Protestaktion ist Teil der Kampagne "Rise Up 4 Rojava" und nur eine
von vielen Aktionen gegen Unternehmen, die den Krieg Erdoğans unterstützen.

Warum protestieren wir gegen Turkish Airlines? An den Händen der Chefs des
Unternehmens klebt Blut. Turkish Airlines ist sehr eng mit der AKP verbunden, Teile des Unternehmens befinden sich in staatlicher Hand. Das Unternehmen hat gerade in jüngster Zeit immer wieder bekräftigt, dass es hinter dem faschistischen Angriffskrieg auf die selbstverwaltete Region Nordostsyrien/Rojava steht.

Dieser Krieg richtet sich nicht nur gegen die demokratischen Strukturen die
dort aufgebaut wurden und gegen die Frauenbewegung in der Region sondern
auch gegen die kurdische und christliche Bevölkerung welche vertrieben und
assimiliert werden soll. Mehrere hunderttausend Menschen mussten bereits
vor Erdoğans Vormarsch auf Syrien fliehen, tausende wurden verletzt und
getötet.

Wir werden es nicht zulassen, dass die Förderer und Profiteure des Krieges
in Wien in Ruhe arbeiten und leben können.
Wir werden weiter Druck aufbauen, so lange, bis sich die Regierungen Europas klar gegen den Krieg positionieren und der Krieg gestoppt wird.

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