Feuer und Flamme dem Bullenstaat

veröffentlicht am 9. Juni 2020

In der Nacht von 7.6. auf 8.6. wurden zwei Bullenautos an verschiedenen Orten in Wien (Kopernikusgasse und Vorgartenstraße) attackiert, angekokelt und entglast. Es war eine besondere Freude diese scheiß Karren zu demolieren und damit nicht nur uns sondern vielen Menschen dieser Stadt einen kleinen Gefallen zu erweisen.

Für uns ist es eine Aktion gegen Repression und Schikanen.
Gegen die ständig drohende Gewalt durch die Wachhunde des Staates.
Gegen rassistisch motivierte Gewalt und Morde.

Für uns ist es eine Aktion gegen das tägliche Hinnehmen, gegen die tägliche Angst und Ohnmacht!

Diesmal haben wir zugeschlagen! Radikal und frohlockend.

Wir wollen und brauchen keine Bullen - weder in unserer Stadt noch sonst wo.
Cops dienen nicht der Gesellschaft oder wie uns immer gesagt wird „uns allen gleichermaßen“. Sie sind nicht neutral, denn sie dienen immer der herrschenden Ordnung, dem Kapitalismus und denen, die durch die bestehenden Verhältnisse profitieren. Vom Staat mit dem Gewaltmonopol ausgestattet sind sie dazu berufen all jene zu verfolgen, die nicht nach dessen Spielregeln leben wollen oder können: Obdachlose, Jugendliche, Punks, Menschen ohne Papiere, Migrant*innen, Aktivist*innen, Flüchtende, Junkies, Aufständische, Revolutionär*innen…
Gebrauch gemacht von dieser Art der institutionalisierten Gewalt wurde unter Anderem bei den Klimastreiks 2019 (wo versucht wurde, den Kopf eines Aktivisti zu überfahren) oder wie auch bei dem vor kurzem von Bullen ausgeübten rassistischen Mord an George Floyd in den USA.

Die größten Diebstähle werden von reichen Unternehmer*innen, Staaten, Banken, Immobilienfirmen, Agrarkonzernen und Vermieter*innen verübt. Im Häfn sitzen aber vor allem arme Leute, die versucht haben ihre ausweglose Situation zu verbessern.
Die grausamste Gewalt geht täglich von Bullen, Militär, Knästen und Grenzregimen aus, da diese vom Staat zur Aufrechterhaltung der lokalen und globalen Machtverhältnisse legitimiert sind. Hingegen werden Menschen, die solidarisch miteinander handeln, für Freiheit, Klimaschutz, und gegen Ausbeutung und Unterdrückung ankämpfen, als Terrorist*innenen überwacht und verfolgt.
Wir haben es satt, dass wir, unsere Verbündeten und andere täglich von Bullen verprügelt und schikaniert werden. Vielleicht fehlen diese Autos ja in manchen Momenten und verhindern solche Übergriffe durch die Polizei!

Corona hat einmal mehr die Verhältnisse unter denen wir leben spürbarer gemacht. Am härtesten getroffen haben die Maßnahmen diejenigen, die bereits im „Normalzustand“ prekär und marginalisiert waren. Sie mussten und müssen bis zum Umfallen buckeln, haben ihre Jobs verloren, konnten ihre Miete nicht zahlen, saßen an Grenzen fest, wurden in Massenquarantäne in Lagern eingesperrt und von den Bullen im Park schikaniert und bestraft. Dass die Bullen durch diese Situation noch mehr Macht bekommen haben, wurde von ihnen sofort ausgenützt. Sie haben vollkommen willkürlich alle bestraft, die ihnen ein Dorn im Auge waren. Dieses Verhalten ist aber nicht neu, sondern nur deutlicher zu Tage getreten. Auch sonst ist es für viele Menschen nicht sicher, mit Bullen irgendwo allein zu sein.

….Jede einzelne hat ihre Gründe.
A Kiwara is niemals a Hawara.
Lösen wir unsere Probleme lieber miteinander anstatt die Bullen zu rufen.

Für ein Leben in Freiheit – für eine Gesellschaft ohne Polizei und deren Autos.

Gruß und Kuss

- Leute, die sich zufällig getroffen haben, mit 1 m Abstand, die alle einen Mundschutz getragen haben.

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